Streetfotografie – den Alltag der Menschen einfangen

Allgemeines zur Streetfotografie

Die Streetfotografie ist ein besonderes Genre der Fotografie. 

Anders als beim Shooting werden hier die Menschen in ungestellten Situationen fotografiert. Die Meister der Streetphotography tauchen mit ihrer Kamera in den Alltag der Menschen ein. Wie mit einem Radar wird die Umgebung gescannt. Dazu immer im Blick welcher Ort sich gut eignet.

Zusätzlich ausdauernd teilweise lange wartend auf den passenden Moment zum Auslösen. Die Bildkomposition hat man grob im Kopf. Dann wenn der perfekte Moment gekommen ist, die Menschen die Kulisse passend komplettieren, löst der Streetfotograf aus. 

Es gibt Tage an denen man mit hunderten Fotos nach Hause kommt. Danach beim Sichten der Ergebnisse landet nur langweiliges oder durchschnittliches Material auf der Festplatte. Andererseits gibt es auch Tage, bei denen man schon nach dem Auslösen und Betrachten am Kameradisplay sieht, dass man den perfekten Augenblick erwischt hat.

Bekannte Persönlichkeiten

Viele heute bekannte Streetfotografen waren zu Lebzeiten unbekannt und lebten Ihr normales Leben. Zusätzlich zum normalen Alltag verbrachten Sie mit ihrer Kamera viel Zeit auf der Straße.

Als erstes möchte ich da Vivian Maier nennen. Sie arbeitete in den USA als Kindermädchen, bzw. Haushälterin. In Ihrer Freizeit ging sie auf die Straße und fotografierte die Menschen in der Stadt. Zu Beginn fotografierte sie mit einer einfachen Kodak Brownie.

Man könnte sagen, dass Sie ihr Leben eher als Einzelgängerin führte. Über Jahre hinweg entstand ein riesiges Archiv an Schwarzweißbildern, die sie auf den Straßen machte. Erst nach Ihrem Tod fanden die Bilder durch eine unfreiwillige Versteigerung den Weg an die Öffentlichkeit.

Folgend begann postum ihr Weg zur Ikone der Streetphotography.

Weitere bekannte Namen der Szene sind z.B. Henry Cartier Bresson, Garry Winogrand und viele andere. Ich schaue selbst gerne mal auf der deutschen Seite Soul of Street rein. 

„Wenn Du vorher fragst, wird es kein gutes Foto werden. Wenn Du nachher fragst, musst Du ein gutes Foto löschen.“

(Thomas Leuthard)

Robert Gitler – Fotograf aus Hamm – Architekturfotografie